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Die Vollmersche Station
Dieser Bildstock dient bei der großen Ammelner Prozession, 10 Tage nach Fronleichnam, als dritte Station. Er steht an einer Wegekreuzung gut 150 m südlich der Schöppinger Straße (Ammeln 97).

Barocker, doppelseitiger Bildstock. Volutensockel mit unleserlicher Inschriftenplatte, darüber eine Abdeckplatte und eine viereckige mit floralen Motiven verzierte Nische, darüber ein geschweifter Giebelaufsatz.
 
Auf der Vorderseite befindet sich eine Darstellung der Christusgeburt mit der Aufschrift "Maria gebaehrt Jesü". Auf der anderen Seite ist das Relief stark verwittert. In einem Aufsatz des Ahauser Pfarrers Clemens Storp in der Zeitschrift "Aus alter Zeit" Nr. 6 VII. Jahrgang aus dem Jahre 1909 findet sich die Angabe der Inschrift der Rückseite: "Heimsuchungh Mariae". Wenn man genau hinsieht, kann man auch heute noch die Umarmung zweier Frauen auf dem Relief erkennen. Die Inschrift ist allerdings nicht mehr lesbar.
 
Kulissenartig angeordnetes Relief; Maria, Josef, der Ochse und der Esel bilden eine geschlossene Gruppe auf einer Ebene; davor die diagonal aufgestellte Krippe mit dem Jesuskind. Ein Bündel im Vordergrund und eine Krippe im Hintergrund akzentuieren die Tiefenwirkung.
Eine gelungene, seltene Darstellung des Weihnachtsgeschehens. Leider stark verwittert. Einer der Bildstöcke, die im 18. Jahrhundert im Ahauser Gebiet aufgestellt wurden.
Der Bildstock wurde in den Jahren 1992 und 2004 restauriert und gereinigt.
Darstellung im Geodatenatlas Kreis Borken
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