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Vor 600 Jahren begann für Ahaus ein neues Kapitel seiner Geschichte, das fast vier Jahrhunderte währen sollte: Die Familie der Dynasten von Ahaus verlor ihren Herrschaftsanspruch samt Burg und Stadt Ahaus mit allen Gütern und Gerechtigkeiten an den Fürstbischof Otto von Hoya.

 

Im münsterischen Urkundenbuch des Velener Pfarrers Joseph Niesert aus dem Jahre 1823 ist der Text der Urkunde über den Verkauf der Herrschaft am Agnestag (21. Januar) des Jahres 1406 abgedruckt. Die dürftigen schriftlichen Quellen über die Streitigkeiten zwischen dem Bischof und den Dynasten von Ahaus wurden durch archäologische Funde der Eheleute Gisela und August Bierhaus im Bereich der Schlossinsel im Jahre 1974 bestätigt.

 

Jahrelanger Streit

Dem erzwungenen Verzicht auf die Herrschaft Ahaus, so berichtet August Bierhaus, waren jahrelange Streitigkeiten zwischen den Truppen des Bischofs und den Herren von Ahaus vorausgegangen. Im Jahre 1393 heiratete die Erbtochter des letzten Dynasten Ludolf von Ahaus den Ritter Sweder von Vorst und Keppel. Sweder versuchte während der Fehde zwischen dem Bischof Otto und dem Grafen Heinrich von Solms zu Ottenstein und dem Edelherren Balduin von Steinfurt, vermeintliche Ansprüche auf die Herrschaft Lohn durchzusetzen, obwohl die Herren von Ahaus bereits 1316 das Erbe Lohn an den Bischof veräußert hatten. Als der Bischof zur Sicherung des Territoriums 1398 eine Burg in Vreden errichtete, überfiel Sweder das münsterische Billerbeck. Auf dem Rückweg nach Ahaus geriet er mit 80 Bewaffneten in die Gefangenschaft bischöflicher Truppen.

 

Ritter verpfändet Ahaus

Erst nach zwei Jahren konnte sich Sweder freikaufen, in dem er seine Herrschaft Ahaus dem Bischof verpfändete. Sweder verstarb schon bald nach der Sühne; Johanna von Ahaus heiratete den Ritter Gotthard von Ruhr. Da die gewaltige Summe von 12000 rheinischen Gulden nicht aufgebracht werden konnte, verkauften Gotthard von Ruhr und Johanna von Ahaus die Herrschaft Ahaus mit allem Zubehör am 21. Januar 1406 an den Bischof Otto von Hoya. Die Herren von Solms zu Ottenstein hielten noch bis 1408 der Belagerung durch bischöfliche Truppen stand, bis sie am 26. Juli 1408 kapitulierten.

Die Bischöfe von Münster wählten Burg und Stadt Ahaus als Verwaltungssitz des Amtes Ahaus. Fast 400 Jahre lang verwalteten fürstbischöfliche Rentmeister 24 Kirchspiele in einem Gebiet, das von Ahaus bis an die Grenze des Vests Recklinghausen reichte.

 

Dieser Text wurde dem Lokalteil der Münsterland-Zeitung vom 10. Februar 2006 entnommen.


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