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Evangelisches Leben in Ahaus

Mit der Ausstellung "Evangelisches Leben in Ahaus" lockte die evangelische Christuskirche in Ahaus zur "Nacht der offenen Kirchen" des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken.

 

Stadtarchivarin Dr. Margret Karras folgte dafür zusammen mit Pfarrer Willy Bartkowski den Spuren der evangelischen Gemeinde in Ahaus. August Bierhaus, Hermann Roth und Winfried Bergen ergänzten die Schau durch Leihgaben, Fotos und Texte. Zur Eröffnung kamen überraschend viele Besucher, darunter alle drei Bürgermeister der Stadt, Felix Büter, Rudolf Enning-Harmann und Mathilde Fischer. "Es war an der Zeit, auf die recht wechselvolle Geschichte der evangelischen Gemeinde aufmerksam zu machen", begrüßte Büter das Publikum.

Zusammen mit anderen Relikten aus der Geschichte der evangelischen Volksschule, der Kirche und der Gemeinde zog vor allem die Tafel mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs die Blicke auf sich. Erinnerungen flackerten bei vielen Besuchern auf beim Lesen der Dokumente in den Vitrinen. Besonders die Erinnerung an die Ahauser Textilfabrikantenfamilie van Delden bestimmte die Gespräche zwischen Bartkowski und Büter. 1953 wurde die Kirche neu geweiht. "1954 stiftete diese Familie die Kirchenfenster", wusste Bartkowski.

Das älteste Ausstellungsstück ist der Kelch von 1863 (Bild). Er wurde nach dem großen Stadtbrand der Gemeinde von der Schuhmacherinnung aus dem sächsischen Borna geschenkt. Wesentlich jünger sind die drei Glocken. 1953 stifteten Gustav und Irene Sessbrügge zur Wiedereinweihung eine Glocke. 1959 schenkte das Presbyterium die größte Glocke. Noch älter scheint die dritte Glocke zu sein, deren Herkunft vollkommen schleierhaft ist.

Unter Führung von Bartkowski konnten die Glocken im Turm besichtigt werden, im Kirchenschiff erklangen Musik und Gesang. emk

Ab dem Internationalen Museumstag am 18. Mai ist die Ausstellung im Torhausmuseum des Ahauser Schlosses zu sehen.


Donnerstag, 15. Mai 2008  |  Quelle: (Münsterland Zeitung)



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