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Erinnerungen an die Schulzeit
Auf Einladung des Heimatvereins Ahaus blickten am Dienstag, den 11. Dezember 2007, in der Villa van Delden, Ahaus, Dr. Dirk Bunsen (Jg.1922), Bernhard Heying (Jg.1926), Gertrud Richter (Jg.1927) und Hermann Roth (Jg.1936) auf ihre Kinder- und Jugendzeit, speziell auf ihre Schulzeit in Ahauser Schulen, zurück.
 Winfried Terwolbeck, Lehrer am Alexander-Hegius-Gymnasium und im Heimatverein Leiter des Arbeitskreises "Befragung von Zeitzeugen", moderierte das Gespräch.
Lebendig schilderten seine Gäste ihre Erinnerungen an die Zeit, die geprägt war vom Nationalsozialismus und den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges. Manches Bedrückende wurde da berichtet von den Versuchen der Nationalsozialisten, das christlich geprägte Schulleben in ihrem Sinne zu beeinflussen, von einem Lehrer, der seine Schüler zu massivem Jugendhass anstiftete, vom Bombenkrieg mit den Nächten voller Angst und furchtbaren Zerstörungen, aber auch Tröstendes von dem Kaplan, der sich den Nazis widersetzte und die Predigten des Kardinals von Galen in der Kirche von der Kanzel verlas und dabei die anwesenden Nazispitzel aufforderte, nach vorne zu kommen, damit sie auch ja alles verstünden und der Gestapo besser berichten könnten. Von großer Unbekümmertheit vor allem der Jungen, die mit den Soldaten und ihren Waffen spielten und sich zum Teil wie kleine Helden vorkamen, wenn sie anstelle des Vaters, der Soldat war, Pflichten im Hause übernehmen mussten. Von der Schule, in der es streng diszipliniert zuging und Schludrigkeit nicht geduldet wurde, wo man pingelig genau lernen und viel auswendig vortragen musste, wo man sich alles in allem aber gut und gerecht behandelt fühlte, und wo man Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit und Ausdauer fürs Leben gelernt habe.
Dr. Dirk Bunsen wurde 1928 mit 52 Schülern in die Bernsmannkampschule eingeschult. 1932 wechselte er auf die Rektoratsschule. Ab dem zehnten Schuljahr bis zum Abitur 1940 besuchte er das Gymnasium in Coesfeld.
Bernhard Heying wurde in Ahle geboren und besuchte dort sechs Jahre lang die Volksschule. 1939 wechselte er nach bestandener Aufnahmeprüfung zur Rektoratsschule nach Ahaus . 1944 wurde er erst zum Arbeitsdienst und dann zum Militär einberufen. 1948 kehrte Heying aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück. Ab März 1948 besuchte er wieder die Rektoratsschule.
Gertrud Richter besuchte ab 1933 zusammen mit 72 Mädchen, die mit ihr gemeinsam eingeschult worden waren, acht Jahre lang die Wallschule.
Hermann Roth wurde 1942 in die Bernsmannskampschule eingeschult, wo von 1944 bis 1946 wie auch in den anderen Schulen wegen des Bombenkrieges kein geregelter Schulbetrieb möglich war.
Im großen Publikum saßen viele weitere Zeitzeugen, die sich mit eigenen Erlebnissen zu Wort meldeten.
  
 
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