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Kontakte gepflegt und Neues entdeckt

Die im Jahresprogramm angekündigte Tagesfahrt zum Nord-Ost-Polder in der NL-Provinz Flevoland am Dienstag, den 10. Juli 2007, begeisterte 42 Mitfahrer des Heimatvereins und bot Gelegenheit, bestehende Kontakte nach Nagele zu vertiefen.

Der Heimatverein besuchte den kleinen Ort Nagele, der Anfang des 13. Jahrhunderts mit der Geschichte unserer Stadt Ahaus verbunden war. Die Edelherren von Ahaus/ Diepenheim, Bernhard und der Sohn Johann, waren durch den Bischof von Utrecht mit der Insel Nagele in der Zuidersee belehnt worden. Diese Insel wie auch andere dort wurden um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Meeresstürmen überflutet und gingen unter. Bei der Besiedlung des Nord-Ost-Polders besannen sich die Menschen auf die Geschichte ihrer Orte und wählten die alten Inselnamen. In Nagele knüpfte man an die Verbindung mit den Ahausern an und übernahm in das Wappen des Dorfes die Farben von Ahaus.

Wer heute in Nagele das Poldermuseum in der ehemaligen katholischen Kirche besucht, wird im Eingang von einem Bild des Ahauser Schlosses begrüßt und auf die Geschichte hingewiesen. Mehrfach gab es in den vergangenen Jahren Kontakte zwischen Ahaus und Nagele, deretwegen sich der  Vorsitzende des Heimatvereins Bernhard Heying  beim kürzlich verabschiedeten Leiter des Museums Smith mit einem Buchgeschenk bedankte.

In der Nachbarschaft von Nagele lag die Insel Schokland. Sie blieb in den Stürmen des 13. Jahrhunderts verschont, musste aber nach 1850 wegen der Gefahr der Überflutung endgültig verlassen werden. Heute hebt sich die ehemalige Insel aus der Polderlandschaft ein wenig hervor. Ihre Geschichte ist noch an der alten Kirche, einer Kirchenruine und im Museum abzulesen. Seit 1995 gehört die Insel zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wir werden auch dieser Insel einen Besuch abstatten.

Einen weiteren Höhepunkt der Fahrt bildete der Besuch in der Stadt Urk, der ehemaligen Fischerinsel in der Zuidersee, die heute als Hafenstadt am Rand des Ijsselmeeres liegt. Das rege Hafen- und Werftleben, aber auch die malerischen Häuser der Stadtbewohner beeindruckten die Gäste aus Deutschland.



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