
Anlass für diesen Besuch war der vom Ahauser Kunsterzieher Wilfrid Dräger für die Josefskirche geschaffene Kreuzweg. Der Kreuzweg war bei der Sanierung und Umgestaltung des Innenraums der Kirche entfernt und auf dem Dachboden im Turm gelagert worden.
Mitglieder des Heimatvereins hatten sich bereits vor längerer Zeit zusammen mit dem Künstler darum bemüht, eine passendere Bleibe für den Kreuzweg zu finden, hatten dabei aber keinen Erfolg gehabt. Nachdem der Heimatverein nun eigene Räumlichkeiten im Rathaus II erhalten hatte, wurde das Vorhaben erneut aufgegriffen. Der Treppenaufgang zu den Vereinsräumen erschien für die Aufhängung des Kreuzwegs geeignet, weil die aus Ton gebrannten Stationstafeln hier vor Witterungseinflüssen und möglichen Beschädigungen geschützt und, wenn auch nur eingeschränkt, der Öffentlichkeit wieder zugänglich sind.
Dass diese Unterbringung eher musealen als sakralen Charakter hat unterstreicht der Heimatverein durch die Art der Aufhängung: die Tontafeln sind nicht in der Gebetsabfolge eines Kreuzweges aufgehängt, sondern eher nach grafischen Aspekten einander zugeordnet. Eine Informationstafel soll Erläuterungen enthalten.

Pastor Plaßmann konnte allerdings nur die Baustelle besuchen, denn noch sind nicht alle Tafeln aufgehängt. Auch den Informationstext gibt es noch nicht.
Nach einem Rundgang durch die neuen Räume des Vereins hatten der 2. Vorsitzende Ralf Büscher und die anwesenden Vereinsmitglieder Gelegenheit, dem sehr interessierten Pfarrer auch ihre Ziele und Arbeiten vorzustellen.