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Wochenpost über die Hochzeitsausstellung

Mit einem ausführlichen Text kündigte die Wochenpost am Mittwoch unsere Hochzeitsausstellung an.

Heiraten hier und dort Ausstellung in der Villa van Delden in Ahaus

Ahaus Der Heimatverein Ahaus und der Türkisch-Islamische Kulturverein in Ahaus veranstalten in Verbindung mit der Stadt eine Ausstellung zum Thema „Hochzeit“ in Deutschland und der Türkei“. Bürgermeister Felix Büter wird die Ausstellung am Samstag, 22. Mai, um 11 Uhr in der Villa van Delden eröffnen.

Der Hochzeitstag wird als der „schönste Tag im Leben“ bezeichnet. Er ist in der Regel nicht nur ein besonderer Tag für die Brautleute, sondern auch für deren Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Vor allem auf dem Lande ist die Hochzeit ein Fest mit vielen Gästen. In der Türkei ist eine Hochzeit ein besonderes Ereignis für das ganze Dorf. Durch das gemeinsame Feiern werden die sozialen Bindungen gefestigt. Zwei Menschen geben sich das „Ja-Wort“, das ein Leben lang halten soll. Dieses festliche Versprechen wird in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich gefeiert. Bräuche und Traditionen haben sich entwickelt, die in der Ausstellung aufzeigen werden soll. Unterschiede gibt es nicht nur zwischen den Ländern, auch in Deutschland selbst haben sich in den verschiedenen Regionen abweichende Traditionen entwickelt. Gemeinsam ist ihnen, dass Eltern, Geschwister, Freunde und Nachbarn den Brautleuten ein lebenslanges Glück wünschen und Sorge dafür tragen, dass es auch gelingt.

Ein Sprichwort sagt: „Liebe macht blind“. Jede Verliebtheit entwickelt Träume. Wenn Träume und Realität nicht übereinstimmen, kommt es zum Bruch. Um das zu verhindern, wollen Eltern bei der Wahl des Partners für ihr Kind ein Wort mitreden. Wenn in der Türkei die Eltern vielfach noch die Braut bzw. Bräutigam aussuchen, so war es in Deutschland ähnlich. Auch hier suchen sie für ihre Kinder häufig nach dem passenden Partner. Ohne Einverständnis der Eltern wurde selten eine Ehe geschlossen. Es wurde „standesgemäß“ geheiratet. Manches Mädchen „blieb sitzen“, weil die Eltern mit deren Wahl nicht einverstanden waren. Vor allem die bäuerliche Familie nahm Rücksicht auf die Struktur der Arbeit und den Erhalt des Hofes. Die Sorge um den ausbleibenden Erben ließ z. B. in der Schwarzwaldgegend zu, dass der Hoferbe im „Probierstübchen“ feststellen konnte, ob seine Auserwählte auch fruchtbar war. Das konnte man ja beichten; aber eine einmal geschlossene Ehe war unauflösbar. Die Sorge um das junge Glück nährt auch den Aberglauben. In vielen Gegenden unseres Landes sollten Braut und Brautjungfern ähnlich gekleidet sein, damit die bösen Geister nicht erkennen konnten, wer eigentlich die Braut war. Die Ausstellung geht noch auf weitere Bereiche ein: Verhalten vor der Ehe, Ehe mit dem Segen Gottes, Stellung der Frau im Islam, Ziviltrauung, Aussteuer, Gestaltung des Festes durch die Nachbarschaft, Einladung durch den Gästebitter/ Hochtiedsnöger, Glückwunschkarten, Bedeutung des Myrtenkranzes, Geschenke u.a.. Die Ausstellung ist geöffnet samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Gruppenführungen sind nach Vereinbarung unter Tel. 02561/5525 (Weuthen) möglich.

Verschiedene Hochzeitsrituale aus Deutschland und der Türkei stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die am Samstag in der Villa Van Delden eröffnet wird.



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