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Ahauser Kirchenbücher jetzt als digitale Datenbank

 

Für Ahauser Familien wird es jetzt einfacher, Antworten auf die Fragen nach ihrer Herkunft zu finden. Die Kirchenbücher sind auf Initiative des Heimatvereins Ahaus digital erfasst worden. Genealogische Forschungen sind dadurch jetzt auch in Ahaus wesentlich leichter möglich.


Bislang waren die histori­schen Kirchenbücher, die mit als wichtigste Quellen des Ah­nenforschers gelten, nur für einen kleinen Kreis zugäng­lich. Und nicht jeder, der sie in den Händen hielt, konnte etwas damit anfangen: Die Handschriften sind schwer zu entziffern und außerdem noch in lateinischer Sprache.


12000 Taufen und Heiraten sowie 6700 Sterbefälle sind für den Zeitraum von 1606 bis 1885 verzeichnet. Die Auf­zeichnungen sind allerdings nicht mehr lückenlos vorhan­den. Dem passionierten Ahnenforscher Martin Heil­ken aus Klein-Reken, der sich seit Jahren mit der digitalen Aufarbeitung alter Kirchenbü­cher - unter anderem in Wül­len und Stadtlohn - befasst hat, gelang es für Ahaus, eini­ge Lücken zu schließen. Für die Jahre 1815 bis 1874 bei­spielsweise entdeckte Heilken im Personenstandsarchiv in Detmold Abschriften der Ahauser Kirchenbücher.

 

Außer­dem zog der Genealoge das Bürgerbuch der Stadt Ahaus zu Rate. Dort sind für den Zeitraum von 1400 bis 1800 1.411 Personen und Familien verzeichnet, die in Ahaus zu­gezogen waren und das Bür­gerrecht erhielten. Auch hier ist der Umfang der Informationen in jedem Ein­trag von Jahr zu Jahr unter­schiedlich. Eine Sonderrolle spielen die Einträge der „Ho­hen Herrschaften" besonders in den Jahren 1690 bis 1730. Als fürstbischöfliche Residenz übte Ahaus damals eine gewisse An­ziehungskraft auf die gehobe­nen sozialen Schichten aus.

 

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Die neue Namensdaten­bank kann auf Anfrage gegen ein Entgelt genutzt werden. Familien­forscher und andere Interessenten können sich an die Vorstandsmit­glieder des Heimatvereins Ahaus oder an das Stadtarchiv wenden:

 

Alfons Nubbenholt Tel. 67261

Dr. Margret Karras Tel. 7 23 21

 

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